Kultur inklusiv
Ob es der Leierkastenmann vor den „Fünf Höfen“ ist, das Buch, dass ich im Hugendubel -mit Blick auf den Marienplatz – durchblättere oder das geschmacksvolle Schaufenster der Maxvorstadt: Kultur in München ist allgegenwärtig.
Oder wer will widersprechen, dass die Münchner Skyline, die sich dem Auge vom Monopteros aus bietet keine Kunst sei? Mäzenen kamen und gingen. Hatten sie früher klangvolle Namen, so wie der Wittelsbacher Ludwig der der Stadt seinerzeit mit der Propyläen, der Feldherrnhalle und dem Siegesstor ein neues Aus -und Ansehen verlieh, so sind es heute Stiftungen, Cafés und Hotels die gerne gestalten und fördern. Nach wie vor laden auch Kirchen nicht nur zum Beten ein. Der Domchor der Frauenkirche oder der „Münchner MottetenChor“ in der evangelischen Matthäuskirche gestalten Kultur mit.
Natürlich fehlen die „Tempel“ nicht: Die Pinakotheken und das Deutsche Museum sind Räume der Schönheit und der Erinnerung. Sprechtheater finden wir vom Residenztheater über das Prinzregententheater bis zu der Pasinger Fabrik. Bei Musikfreunden scheiden sich allerdings die Geister: Die einen ziehen die Klassik der Oper und des Gasteigs vor, die andern schwören auf Events am Theatron im Olympiapark oder auf die alternative Musik im „59:1“ am Sendlinger Tor. Kinder gehen ins Marionettentheater und das Spielzeugmuseum. Aber alle sitzen gern im Gras, wenn beim Gärtnerplatzfest das Orchester des Staatstheaters vor die Haustüre kommt.
Kultur in München ist inklusiv.